Herrn Professor Gellerts Geistliche Oden und Lieder mit Melodien. Dritte Auflage.(UND:) Zwölf geistliche Oden und Lieder als ein Anhang zu Gellerts geistlichen Oden und Liedern mit Melodien. Zweyte Auflage. 2 Tle. in 1 Band. Berlin, Georg Ludewig Witwe 1764. Beide Titel mit Holzschnitt-Schmuckbordüre. Mit Noten in Typendruck. 2 Bll., 60 S. 1 Bl., 13 S. Neuer HLdr. 26,5 x 31,5 cm.
Woutquenne 194-195; Bitter I, 142 f. Vgl. Wolffheim 2097. - Dritte Auflage des zuerst 1758 erschienenen und mehrfach aufgelegten, aber seltenen ersten Liederwerks Carl Philipp Emanuel Bachs. - Obwohl Gellert eine Reihe von Choral-Melodien angegeben hatte, auf die seine Oden und Lieder gesungen werden konnten, entstand unter den deutschen Musikern geradezu ein Wettbewerb um die Komposition der schönsten Melodien zu diesem Werk, so dass im 18. Jahrhundert keine Lieder-Sammlung eines deutschen Dichters so oft in Musik gesetzt wurde (neben Bach u. a. von Quantz, Hiller, Schmidlin, Hesse, Rolle, Egli bis zu Haydn und Beethoven) und eine derartig große Verbreitung fand wie die von Gellert. "Mit diesem schönen und edlen Werke ist Em. Bach der Begründer und Schöpfer des deutschen Liedes in seiner jetzigen Bedeutung geworden." (Bitter I, S. 142f). - Auf dem ersten Titelblatt eine grüne Siegelmarke mit dem Namen H.A.W. und den Jahreszahlen 1716-1776. In "Bach digital" der Staatsbibliothek zu Berlin befindet sich eine Abschrift eines Werkes von C. P. E. Bach, ebenfalls mit dieser Marke, bzw. dort mit einem Trockenstempel. "Bach digital" merkt dazu an: "Der ovale grün-weiße Trockenstempel "H. A. W. | 1716-1776" (20. Jahrhundert) weist sehr wahrscheinlich nicht auf einen früheren Besitzer namens "H. A. W." hin (s. Quellen D-Hs Cod. in scrin.: 36 und D-Hs Cod. in scrin.: 37). Der in vielen Quellen zu findende Trockenstempel führt somit ins Leere (es handelt sich vielleicht um eine bewusste Täuschung)." - Beide Titelblätter mit Namenszug Georg-Adolf Walter, Düsseldorf 1904. Der Tenor Walter (1875-1952) war für seine Interpretationen zu Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach durchaus bekannt, zwei historische Aufnahmen sind über YouTube abrufbar. - Gutes und sauberes Exemplar
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